Der gestrige Mess- und Testtag war sehr aufschlussreich. Einen Standort mit derart starker, breitbandiger Störstrahlung findet man eher selten. Meine Befürchtungen haben sich voll bestätigt. Der "Übeltäter" ist ein ca. 80m Luftlinie entfernter Telekommunikationsmast.
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Der beherbergt neben harmlosem Richtfunk fast alle aktiven Telefonprovider. Kein Wunder, dass dort dann auch die 800/900MHz-Bänder genutzt werden (müssen). Außerdem bereitet der am gleichen Mast betriebene DVB-T(2)-Sender mit 5kW Sendeleistung erhebliche Probleme. Nahezu das ganze Spektrum zwischen 500MHz bis 700MHz ist dort belegt.
@Mario hat mit seinem Portapack Looking Glass eine Breitbandmessung durchgeführt. Ich konnte das Ergebnis mit einer parallelen Messung an einem anderen, kleinen Spektrumanalyzer mit aufgeschraubter Stabantenne bestätigen (Scan 500-1000MHz).
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Der Marker 2 zeigt die Halde Scholven im Moment des Sendens. Der Analyzer war direkt unten am Mast postiert. Die LoRa-Antenne der Halde 10m darüber. Das ganze LoRa/MeshCore spielt sich empfangsmäßig also ganz unten am Fuß dieses Peaks, teils unter dem Rauschen ab. Man ahnt, was die riesigen Störpegel mit dem Node machen :-(
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LoRa Antennenhöhe: 10m über Grund und 210m über der Umgebung
Als Sofortmaßnahme hat das Einbringen eines SAW-Filters (Chinakracher) mit etwas über 2dB Durchgangsdämpfung geholfen. Der Empfänger wurde deutlich empfindlicher. Es scheint aber immer noch eine spürbare Beeinträchtigung vorhanden zu sein, wie erste Empfangsberichte zeigen.
Beispiel Halde-Scholven zum Repeater Baumberge (Longinusturm vor Münster) 46,3km:
Hin +3dB und zurück -8dB
Auch kann eine Direkteinstrahlung in das Kunststoffgehäuse des Solarnodes P1 Pro nicht ausgeschlossen werden. Dagegen helfen dann auch keine vorgeschalteten Filter.
Der Plan:
Aufbau eines komplett neuen Nodes im Hf-dichten Metallgehäuse mit einem Heltec T098. Vorschalten eines großen Cavity-Bandpassfilters mit <1dB Dämpfung. Gegebenenfalls zusätzlicher Einbau eines weiteren, schmalbandigen SAW-Filters sowie evtl. eines professionellen 10-17dB Flarm-Vorverstärkers (868MHz) mit einer Rauschzahl um 1dB. Remote schaltbare 5V-Stromversorgung aus dem Betriebsgebäude in den Mast verlegen. Das Betriebsgebäude verfügt über ein eigenes Notstromkonzept und macht einen Solarnode eigentlich unnötig.
Das Ganze wird dann im Juli/August nach einigen Tests aufgebaut und in Betrieb genommen. Damit dürfte dann die "Schwerhörigkeit" des Nodes weitestgehend behoben sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt :-)